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Deutschsprachige in Australien

Einleitung

Die deutsche Einwanderung in Australien kann man in fünf Hauptphasen aufteilen:

Punkt Die Gruppen-Einwanderung (besonders in der Kolonie Südaustralien) in den 30er und 40er-Jahren des 19. Jahrhunderts
(Siehe ein Foto von einem Passage-Schein (Fahrkarte) für eine Schiffsreise nach Port Adelaide aus dem Jahr 1846.)
dot point Das Zeitalter des Goldfiebers um die Mitte des 19. Jahrhunderts
Punkt Die Ankunft einer großen Anzahl von Siedlern in der Kolonie Queensland ab den 60er-Jahren des 19. Jahrhunderts bis 1914
dot point Die Ankunft von Flüchtlingen (darunter deutsche und österreichische Juden auf der Flucht vor der Nazi-Verfolgung) in den späten 30er und 40er-Jahren des 20. Jahrhunderts
dot point Die geplante Einwanderung (von der australischen Regierung gefördert) der 50er und 60er-Jahre des 20. Jahrhunderts

(Teilweise aus: Germans in South Australia. A Migration Museum Education Program for Students in Years 8-12. Migration Museum Adelaide 1994)

Image: Hamburg - Hafen
Auswanderer gehen an Bord in Hamburg, circa 1850. (Museum für Hamburgische Geschichte)
Bevölkerung:

1861 (im ersten Jahr, in dem eine Volkszählung die Zahl der Staatsbürger registrierte) hatten die Kolonien NSW, Victoria, Queensland und Südaustralien 26.872 Einwohner, die in Deutschland geboren waren.
1891 gab es 45.000 in Deutschland geborene Menschen in Australien. Die zwei Weltkriege hatten eine große Einwirkung auf die Einwanderung aus Deutschland.
1947 gab es 14.567 in Deutschland geborene Menschen in Australien. Dann waren unzählige Deutsche in den 50er und 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts Teil des großen Einwanderungsprogramms der australischen Regierung.
1961 hatte Australien 109.315 in Deutschland geborene Menschen.
1981 gab es 110.758 Menschen in Australien, die in Deutschland geboren waren.
Schätzungen zufolge sei mehr als 10% der Bevölkerung Australiens deutscher Abstammung.

Foto: Auswanderungsschiff
1956 auf der Castel Felice: Junger deutscher Einwanderer Leon mit Frau Margaret Dietiker, Auswandererbegleiterin für das Zwischenstaatliche Komitee für europäische Auswanderung. (Department of Immigration and Multicultural Affairs photograph, Cat. # 56/4/82)

Verteilung:

Im 19. Jahrhundert lebten 80% der Deutschen in Australien in ländlichen Gebieten. Heute leben mehr als zwei Drittel der in Deutschland geborenen Einwohner Australiens in den großen Städten.

Obwohl man den frühen deutschen Einwanderern in allen Teilen der australischen Gesellschaft begegnen konnte, entstanden doch einige Siedlungen (besonders in Südaustralien und Queensland), wo deutsche Sitten und Traditionen in der Gemeinschaft sehr stark waren. In diesen Siedlungen verstärkte die Zugehörigkeit der Deutschen zur lutherischen Kirche ihr Gemeinschaftsgefühl.

Deutsche Einwanderer haben einen umfangreichen Beitrag zur wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung Australiens geleistet.

Australier deutscher Abstammung: im Sport

In allen Lebensbereichen findet man sehr angesehene und anerkannte Australier mit deutschem Familiennamen. Die Australier lieben Sport, und auch dort findet man bekannte Australier mit deutschem Familiennamen, zum Beispiel:

Basketball:
Rachel Sporn

Cricket:
Jason Arnberger, Michael Klinger (Victoria); Andy Bichel, Carl Rackemann, Scott Muller, Ashley Noffke (Queensland); Darren Lehmann (Südaustralien), Ben Hilfenhaus ["Bradman Young Cricketer of the Year" Award, 2007] (Tasmanien)

Foto: unterschiedliche Zeitungen und Magazine (copyright: D Nutting)

Australiens Cricket-Nationalspieler feiern eine tolle Leistung des Tasmaniers Ben Hilfenhaus in einem internationalen Testspiel gegen Südafrika, und eine Zeitung macht in der Bildunterschrift ein Wortspiel mit seinem deutschen Namen.

AFL-Fußball:
Stewart Loewe, Fraser Gehrig [Gehrigs waren unter den vielen deutschen Ankömmlingen in der Mitte des 19. Jahrhunderts in der Gegend um Albury, New South Wales], Nick Riewoldt, Troy Schwarze, Adam Schneider, Carl Ditterich (St Kilda); Jack Riewoldt, Trent Knobel, Danny Meyer (Richmond); Michael Voss [Brownlow Medal 1996], Justin Leppitsch, Matthew Leuenberger (Brisbane); Brian Beinke, Martin Mattner, Trent Hentschel, Nathan Bock, Matthew Bode, Darren Pfeiffer, Daniel Schell, Jacob Schuback (Adelaide Crows); David Schwarz, Ross Funcke, David Neitz, Jace Bode (Melbourne); Andrew Schauble, Tim Schmidt (Sydney Swans); Wayne Schimmelbusch (North Melbourne); Tyson Stenglein, Michael Braun (West Coast Eagles); Byron Schammer, Andrew Siegert (Fremantle); David Mensch, Daniel Menzel (Geelong); Matthew Kreuzer [#1 draft pick 2008], Trent Sporn (Carlton); Mitchell Hahn (Western Bulldogs); Shaun Rehn, Luke Breust, Nick Ries (Hawthorn); Brett Ebert, Justin Westhoff, Matthew Lobbe (Port Adelaide); Kyle Reimers, Jason Winderlich (Essendon); John Schultz [Brownlow Medal 1960], Luke Dahlhaus (Footscray / Western Bulldogs)

Fußball:
Mark Schwarzer (Socceroos)

Netball:
Jane Altschwager (Hunter Jaegers); Peta Scholz, Kristen Heinrich (Adelaide Thunderbirds)

Radfahren:
Katrin Garfoot (aus Queensland, Mitglied im Team Jayco/Apollo/VIS, Meisterin im Jahr 2013 bei den Subaru National Road Series); Peter Herzig (aus New South Wales, Sieger im 'Grafton to Inverell Cycling Classic' 2012); Heinrich Haussler (aus New South Wales, Etappensieg Tour de France 2009 - deutscher Vater, australische Mutter)

Motorradrennen:
Jamie Stauffer (Australian-Superbike-Series Meister, 2006 und 2007)

Segeln:
Sydney Fischer

Schwimmen:
Jon Sieben - bei den olympischen Spielen 1984 in Los Angeles gewann er die Goldmedaille im 200m Schmetterling [gleichzeitig neuer Weltrekord], und die Bronzemedaille mit der 4x100 m Lagen-Staffel. Er war auch 1988 und 1992 Mitglied des olympischen Schwimmteams.
Lauren Arndt - gewann die Bronzemedaille im 10-Kilometer-Rennen bei den Freiwasser-Weltmeisterschaften 2004 in Dubai.
Emily Seebohm - sie schwamm im Jahre 2008 im Alter von 15 Jahren bei der australischen Olympia-Qualifikation einen neuen Weltrekord im 50 m Rückenschwimmen (am nächsten Tag brach eine andere Australierin Emilys Rekord!). Im 100 m Rückenschwimmen stellte sie einen neuen Commonwealth-Rekord auf (nur 38/100 langsamer als der Weltrekord) und bekam einen Platz im olympischen Team für Peking 2008.
Christian Sprenger - er schwamm im Februar 2008 einen australischen Rekord im 100m Brustschwimmen und bekam bei der australischen Olympia-Qualifikation einen Platz im Team für Peking 2008.
Nick Sprenger - er gewann mit der 4x200 m Freistil-Staffel die Silbermedaille bei den olympischen Spielen 2004 in Athen.
Das australische olympische Schwimmteam für die Spiele in Peking 2008 schloss folgende deutsche (Familien-)Namen ein: Emily Seebohm, Nick Sprenger, Christian Sprenger, Andrew Lauterstein, Hayden Stoeckel, Melanie Schlanger.
Marieke Guehrer - Weltrekordlerin über 50 m Schmetterling [25 m Bahn], 2008-2009; Weltrekordlerin über 50 m Rückenschwimmen [25 m Bahn], 2009

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